Pigmente - Historisch

Kategorie – Historische Pigmente

Historische Pigmente bestehen meist aus Erden, Schmucksteinen oder den Produkten chemischer Reaktionen. Im Gegensatz zu modernen Farben sind sie nicht löslich.
Um mit den Pigmente malen zu können, müssen sie zunächst zu feinstem Pulver zermahlen / gerieben werden, je feiner desto besser. Weshalb die Verfasser der mittelalterlichen Farbrezepte des öfteren darauf hinweisen das man die Pigmente nicht gründlich genug reiben könne.
„ … und reibe man sie Jahre lang, würde sie noch besser …“
Keine Regel ohne Ausnahme, es gibt ein paar vereinzelte Pigmente die das Reiben nicht so recht mögen. Worauf wir an entsprechender Stelle natürlich hinweisen werden.

Die von uns gelieferten Pigmente sind jedoch schon gerieben und können direkt weiter verarbeitet werden.

Da das Pigmentpulver unlöslich ist, wird ein Stoff benötigt der das Pulver auf den Maluntergrund klebt. Dazu werden die Pigmente entweder direkt mit einem Baumharz angerieben, wobei am Ende trockene Pigmentküchlein. Die man indem man etwas davon abschabt und mit Wasser verflüssigt. (Was sich im Wasser löst ist nicht das unlösliche Pigment, sondern das Baumharz)
Oder man mischt sie vor dem Gebrauch mit einem Temperaturwasser an.

Wird zu viel von der Farbe angemischt und trocknet ein, ist das kein Problem. Die eingetrocknete Farbe kann anschließend wie ein Tuschkasten verwendet werden. Einen Pinsel mit Wasser benetzen und damit etwas von der getrockneten Farbe aufnehmen. Es empfihlt sich dazu ein stilles Wasser zu verwenden, da dieses im Gegensatz zu Leitungswasser frei von unerwünschten Chemikalien sein sollte.
Dennoch sollte nicht allzu viel Farbe auf einmal zubereitet werden. Denn durch die Tuschkastenmethode wird der Farbe langsam aber stetig mehr Wasser hinzugefügt, was irgendwann das Verhältnis von Baumharz und Pigment / Wasser verändert und die Farbe nicht mehr haftet.

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