Saftfarben

Saftfarben sind in der Regel nicht stark deckend. Sie haben eher lasierende Eigenschaften, weshalb sie in der Buchmalerei auch gern zum Schattieren genutzt werden. Sie werden überwiegend aus Beeren, aber auch aus Rinden und Wurzeln gewonnen. Um den Saft hieraus zu gewinnen, werden diese in der Regel aus- und eingekocht. Einige Beeren, wie z.B. Holunder- und Blaubeeren, können auch frisch verwendet werden, indem man sie auspresst. Ist die Saftfarbe aus den Materialien gewonnen, kann sie direkt genutzt werden oder sie wird weiterverarbeitet, um sie haltbar zu machen.
Dazu kann man sie eintrocknen lassen, Tüchleinfarbe herstellen, sie in Gläser abfüllen oder sie auf Kreide gießen. Gießt man die Saftfarben auf Kreide, erhöht das ihre Deckkraft.

Ein Nachteil von Saftfabren ist, dass sie in der Regel nicht Lichtecht sind und mit der Zeit verblassen. Manche mehr, andere weniger. Was aber zum Glück bei ihrer Verwendung in der Buchmalerei kein so großes Problem darstellt, da Buchseiten doch eher selten dem Licht ausgesetzt sind.

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